Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Selbsthilfegruppen verfügen über eine hohe Glaubwürdigkeit. Unternehmen und Vorhabenträger von Infrastruktur-Projekten machen sich dies zunehmend zunutze, indem sie Bürgerinitiativen unterstützen, die ihren Interessen dienen, oder diese Initiativen einfach gleich selbst gründen.
Thematisiert werden solche Initiativen wie „Pro Lausitzer Braunkohle“, „I love Suttgart 21“ oder „Ja zu Fra!“ am Frankfurter Flughafen durch die sozialen Bewegungen kaum.
Doch wo verläuft die Trennlinie zwischen „richtigen“ und „gesteuerten“ Bürgerinitiativen? Und wie sollen Initiativen der sozialen Bewegungen darauf reagieren?
Es diskutieren:
- Ute Bertrand, Robin Wood
- Christina Deckwirth, LobbyControl
- Daniel Häfner, Forschungszentrum für Umweltpolitik (FU Berlin)
Moderation: Jörg Staude (Geschäftsführer Linke Medienakademie)
Der Eintritt ist frei. Hier bei der Facebook Veranstaltung zusagen und Freundinnen und Freunde einladen.
Pünktlich zum Bewegungsgespräch erscheint der Tagungsband „Konzern. Macht. Protest.“ der Konferenz „Konzernprotest – Wenn Konzerne den Protest managen …“ in der Reihe Materialien der Rosa Luxemburg Stiftung. Die Konzernprotest-Tagung fand am 26. September 2015 in Berlin statt. Einen kurzen Überblick über die Themen und Inhalte der Tagung bietet die Tagungsbroschüre.
Die Bewegungsgespräche sind eine gemeinsame Veranstaltungsreihe von taz.die tageszeitung, Institut für Protest- und Bewegungsforschung, Bewegungsstiftung und Forschungsjournal Soziale Bewegungen.
Diese Veranstaltung wird organisiert in Kooperation mit dem Forschungszentrum für Umweltpolitik (FU Berlin) und der Linken Medienakademie (LiMA).